Die Geschichte von Certina 03.02.2018

Die Geschichte von Certina

Sportlichkeit aus Tradition

Certina kann auf eine über 125jährige Tradition zurückblicken. Auch wenn moderne Technologien und Ansprüche das Gesicht der Uhrmacherei inzwischen für immer verändert haben, sind doch viele ihrer grundlegenden Werte erhalten geblieben. So widmet man sich bei Certina damals wie heute mit echter Leidenschaft der hohen Kunst der Zeitmessung. Keine Frage, die Schweizer Sportuhrenmarke fühlt sich ihrer Historie verpflichtet: Ihre Wurzeln reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert.

Tradition und Fortschritt

Das Abenteuer beginnt 1888 in Grenchen, wo die Brüder Adolf und Alfred Kurth eine Fabrik für hochwertige Uhrenbestandteile und Uhrwerke eröffnen. Kurz darauf werden auch komplette Uhren hergestellt. Ab 1906 heissen diese Uhren «Grana», eine Anlehnung an «Granacus», den lateinischen Namen Grenchens. Qualität und Widerstandsfähigkeit sind schon damals die entscheidenden Werte für die beiden Gründer, die 1906 in Mailand, 1910 in Brüssel und 1914 in Bern mit prestigeträchtigen Preisen ausgezeichnet werden. Später nimmt die Fabrik auch die Produktion eigener Uhrwerke auf und entwickelt 1936 ihre erste mechanische Digitaluhr.

Das 50-Jahre-Jubiläum 1938 ist ein wichtiger Schritt für das erfolgreiche Familienunternehmen, das kurz zuvor zur Aktiengesellschaft umfirmiert worden ist und inzwischen 250 Angestellte beschäftigt. Dieser Schritt wird von einem neuen Markennamen geprägt: Certina. Die Wortkreation, abgeleitet von «certus», dem lateinischen Ausdruck für «sicher, gewiss», bringt die Eigenschaften der entworfenen Uhren explizit zum Ausdruck. Die Namensänderung leitet die Eroberung des internationalen Marktes ein, für die besonders die Eröffnung der ersten Filiale in Deutschland 1948 kennzeichnend ist.

Stete Innovation

1959: Der Erfindergeist von Erwin und Hans Kurth führt zusammen mit den Anstrengungen von Ingenieuren und Technikern zur Entwicklung des doppelten Sicherheitskonzepts «Double Security» – DS. Schlagsichere Aufhängung des Uhrwerks, verstärktes Gehäuse, extradickes Plexiglas, spezielle Dichtungen in Krone, Stellwelle und Gehäuseboden: Das neuartige Verfahren verleiht den Uhren eine aussergewöhnliche Widerstandsfähigkeit auch bei stärkster Beanspruchung. Diese Innovation sichert der Marke eine starke Position auf einem hart umkämpften Markt. Die folgenden Jahre sind geprägt von wissenschaftlichen und technologischen Projekten. Certina ist an zahlreichen Experimenten aktiv beteiligt und kann so das technische Know-how der Marke erfolgreich unter Beweis stellen.

Bestnoten für Pionierarbeit

1960 begleitet die Certina DS eine Schweizer Expedition auf den Gipfel des Dhaulagiri (8.167 m ü. M.) im Himalaya, wo die Uhr ihre hohe Zuverlässigkeit gegenüber Temperatur- und Höhenunterschieden beweist. 1961 wird die Blue Ribbon lanciert, die widerstandsfähigste Uhr der Welt mit einem extrem flachen Automatikwerk. 1965 testen amerikanische Marinetaucher während des Experiments Sealab II die Certina DS. Im Projekt Tektite I in den Antillen wird 1969 die neue Certina DS-2 Super PH 500m von der Nasa für ausgezeichnet befunden; ihre Nachfolgerin, die DS-Super PH 1000m, tritt 1970 bei Tektite II erfolgreich in ihre Fusssstapfen. Von den Tiefen des Ozeans geht es in luftige Höhen: Im gleichen Jahr wird eine japanische Expedition auf den Mount Everest von Certina Uhren begleitet. Während dieser Expedition überwindet der japanische Skifahrer Miura mit seiner DS-2 Chronolympic bei einer der gewagtesten Skiabfahrten aller Zeiten einen Höhenunterschied von 1.000 Metern. Mit der Biostar präsentiert Certina 1971 die weltweit erste Uhr, die den täglichen Biorhythmus des Menschen anzeigt, und 1976 schmückt die DS DiaMaster das Handgelenk des berühmten amerikanischen Boxers Muhammad Ali.

Auch in der Kreation von Schmuckuhren beweist die Marke grosse Klasse – Preise an den International Awards Diamonds in den USA und der Goldenen Rose in Baden-Baden 1970 und 1972 zeugen davon. Das Unternehmen beschäftigt zu dieser Zeit 900 Angestellte und produziert 600 000 Uhren pro Jahr.

Umbruch und Konsolidierung

Im Kontext der weltweiten Wirtschaftskrise der Siebziger- und Achtzigerjahre erschüttert die Einführung von Quarzuhrwerken die gesamte Uhrenindustrie. Einfallsreichtum und Anpassungsfähigkeit sind nötig, um auf dem Weltmarkt bestehen und gleichzeitig Personal- und Produktionskapazitäten möglichst erhalten zu können. Auch Certina ist betroffen. Mit der Fusion der ASUAG und der SSIH tritt das Unternehmen 1983 der neu gegründeten SMH-Gruppe bei, die von verschiedenen Investoren mit Nicolas G. Hayek an der Spitze geführt wird. Die SMH wird damit zum weltweit führenden Uhrenkonzern und 1999 in die Gruppe «The Swatch Group Ltd.» umbenannt. Im Markenspektrum des Konzerns vertritt Certina nun die Sportuhren des mittleren Preissegments.

Mit ihrer Positionierung zeigt die Marke Certina klar, dass sie ihre Produkte einem grossen Publikum zu attraktiven Preisen anbieten möchte. Die Spannweite reicht von CHF 300.- bis CHF 2’000.-, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ausgezeichnet. Das Unternehmen ist stolz darauf, seinen Sitz in der Schweiz zu haben: Diese ist nicht nur eine ausgezeichnete Plattform für das internationale Geschäft, sondern auch der wichtigste Absatzmarkt von Certina. Die Marke hat seit über einem halben Jahrhundert einen wichtigen Stellenwert in den nordischen und mitteleuropäischen Ländern und blickt in den vergangenen Jahren auch im übrigen Europa auf eine sehr erfreuliche Entwicklung zurück. Auch im Mittleren Osten, Russland und China ist eine deutliche Steigerung der Aktivitäten festzustellen.

Sportliches Engagement und Kreativität

Ihre Sportlichkeit und Zuverlässigkeit bringt der Marke eine Vielzahl prominenter Freunde ein, und so ist Certina ab den 70er Jahren an den Handgelenken solcherbekannter Sportgrössen wie Muhammad Ali, Mike Doohan, Alex Crivillé, Colin McRae, Petter Solberg, Sete Gibernau, Timo Glock oder Robert Kubica zu finden. Ins dritte Jahrtausend startet die sportliche Marke buchstäblich mit Vollgas: CERTINA unterstützt den Schweizer Motorradpiloten Thomas Lüthi von seinem Karrierestart 2001 an bis ins Jahr 2007. Lüthi wird zum Saisonende 2005 Weltmeister in der Klasse 125cm³, bevor er in der Klasse 250cm³ neue Herausforderungen sucht. Ein ereignisreiches Jahr für CERTINA: An der Seite des Sauber Petronas-Teams steigt die Marke in die Formel 1-Weltmeisterschaft ein und bleibt über zehn Jahre offizieller Partner des Schweizer Rennstalls. Heute belegt sie ihre Affiniät für den Motorsport eindrücklich auf den Rallye-Pisten dieser Welt, als offizieller Partner und Zeitnehmer der FIA World Rallye Championship. Darüber hinaus ist Certina seit Anfang 2015 Offizieller Partner des Citroën Total Abu Dhabi World Rally Teams, einem der bekanntesten und erfolgreichsten Teams des Rallyesports, und erweitert im gleichen Jahr das Engagement im Motorsport durch die Partnerschaft mit dem renommierten ADAC GT Masters.

Zudem verbindet Certina seit mehr als zehn Jahren eine enge Partnerschaft mit dem Schweizer Stuntman Oliver Keller, der zu den Besten seines Fachs in Hollywood zählt. Mit dem Norweger Ole Einar Bjørndalen gewinnt Certina 2011 ausserdem den erfolgreichsten Biathleten aller Zeiten als Partner.

Anlässlich ihres 125jährigen Jubiläums wechselt die Marke Certina im Jahr 2013 die Farbe ihres Logos von Rot zu edlen Grün und integriert das Zeichen der Schildkröte in das neue Design: Von nun an dienen das Kürzel «DS» und die Schildkröte als dauerhaftes Symbol für die Widerstandsfähigkeit, Langlebigkeit und Qualität von Certina. Das Logo enthält nun ausserdem jene Schriftart, die seit jeher die Zifferblätter der Uhren schmückt. Die Vereinheitlichung schafft eine noch grössere Kohärenz des Gesamtauftritts, das Grün steht für Frische, Glück und Erfolg. Markenzeichen und Markenfarbe korrespondieren so perfekt mit den Werten des Unternehmens und sorgen für eine klarere Positionierung und noch grössere Eigenständigkeit von Certina.

Certina meint es ernst mit dem Sportsgeist. Die Marke verbindet damit weit mehr als dynamische Partnerschaften – Sportlichkeit ist bei Certina eine Frage der Qualität und der DNA. Mit technischen Innovationen, herausragenden Uhrwerken und Funktionen sorgt die Marke immer wieder für Aufsehen. Sie widmet sich dabei ganz bewusst den unterschiedlichen Disziplinen der modernen Zeitmessung: Damen- und Herrenuhren, Quarz- und Mechanikmodelle sind in der Kollektion vertreten und bieten viel Individualität – ob ultrasportlich wie die DS Eagle, modisch-urban wie die DS-8, zeitlos-klassisch wie eine DS-1 oder maritim wie die beliebte Taucheruhr DS Action Diver.

Certina kann auf zahlreiche historische, sportliche, innovative und emotionale Höhepunkte zurückblicken. Sie nutzt sie als Inspiration und Ansporn bei der Gestaltung der hochwertigen Schweizer Sportuhren der Zukunft.